25. Mai 2016

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Robe ANNEMARIE von Republique du Chiffon



Voila!
Ich präsentiere meine fertige ANNE-MARIE von Republique du Chiffon.


Im vorigen Sommer hatte ich begonnen, dieses Deux Pieces zu nähen.
Ein schlichter Schnitt, trotzdem durch die Falten und die Knöpfe und vor allem die vielen (gefühlt tausend) Knopflöcher recht zeitaufwendig. Alles in allem würde ich diesen Schnitt aber nochmals verwenden.

Beim Prada-sewalong wurde dieser Stoff , so glaube ich, gleich dreimal verwendet, eben der "Drillingsstoff", der hier noch ein Brüderchen bekommt. Vernäht wurde er von Sybille vom Büro der schönen Dinge,  von Monika von wollixundstoffix und von Claudia von bunte Kleider.


Heute haben wir ja einen Motto-MMM. Animal-Print.
Zuerst fällt mir dazu nur eines ein:  Leo. Leo sieht man ja seit Jahrem immerzu und überall. Ein Modediktat, das nicht wieder verschwinden will.

Vor einiger Zeit hatte ich mir schon mal ein Shirt nach einem Burda-Schnitt genäht.  Natürlich Leo. Aber denkste,  das war garnicht Leo, sondern Jaguar...wen es interessiert kurz hier (oder auf das kleine Foto mit dem "Leo"-Shirt )klicken und den Unterschied nachlesen


Zurück zu ANNE-MARIE.
Ganz hübsch geworden, aber für meinen Geschmack ziemlich schräg. He, ich wohne in einer Kleinstadt, da ist das recht auffällig, noch dazu, wo mich viele Leute kennen. Aber ich habe mich getraut und so kommt mal ein bißchen Farbe in den tristen Alltag und die Leute haben mal über was anders als nur immer übers Wetter zu reden.

Die Marke der Schuhe weiß ich jetzt nicht, die Tasche vorigen Sommer in Ungarn gekauft und hier gebloggt.


Am wohlsten fühle ich mich, wenn die die Teile trenne und einzeln trage. Am besten gefällt mir diese Kombi mit dem Rock und der Lederjacke. Mein Robson Coat paßt auch noch drüber und von der Länge auch perfekt zu diesem Rock. Leider habe ich davon jetzt kein Foto. Eure Phantasie ist also gefragt.





Das Oberteil paßt hingegen gut zu schwarzen Hosen. Auch wieder mit der Lederjacke.


Nun noch ein paar Informationen zum Schnittmuster.

 Im vorigen Frühjahr hatte ich mir den Schnitt "Anne-Marie" direkt in Frankreich bestellt. Die Lieferung kam schnell. Der Schnitt ist sehr schön verpackt, in einem festen Umschlag, ein Label liegt auch dabei.  Da bekommt man was  fürs Geld und vor allem fürs Auge.
Zugeschnitten, Falten eingebügelt, Falten abgenäht, damit sie schön liegen bleiben. Was für eine zeitaufwendige Sache...aber wenn ich nähe, dann solls ja auch gut werden und auch bleiben.

Mein Stoff ist ein Baumwollsatin. Ungünstig, weil zu wenig Fall. Hätte was leichteres nehmen sollen, Aber egal, da muß ich später noch anpassen.
Saum von Hand genäht.


Und Knöpfe habe ich bezogen. Andere stricken beim Fernsehen, ich bezog Knöpfe mit Stoff. Viele Knöpfe.


Dann kam der Hochsommer 2015 und die Lust aufs Nähen war weg.

Irgendwann kam die  Nählust wieder.
Zu meinen bis dato 19 fertig bezogenen Knöpfen gesellte sich der Rest bis 24 Stück fertig waren.

Nun, die 24 Knöpfe verlangten nach  24 (in Worten vierundzwanzig) Knopflöchern.

Jedes einzelne genau 3,2 cm lang.
Ich hasse es Knopflöcher zu nähen, trotz guter Maschinen.

Alles ging gut, ich mußte nur zweimal trennen und auch dies ging ohne den Stoff zu beschädigen.
Alles perfekt.


Das Motto des heutigen MMMs ist ja Animal-Print.
Welches Tier ist den so gezeichnet wie mein Stoff?
Ja vielleicht ist es Leopard oder auch Jaguar oder eine gute Mischung aus beidem, wer weiß.
Auf jeden Fall mußte ich auch an dieses Wesen denken....diese giftgrüne Schlange lebt im Zoo Leipzig.
Wahrlich giftgrün und mit einer blauen Zunge.
Das ist mal eine Farbe, stimmts?
eigenes Foto, Zoo Leipzig

Ja, und wo wir einmal bei Animalprints sind:
Auch dieses Motiv, nämlich Schmetterlinge, gehören ja dazu.
Ein Klick auf das Foto führt zum Post.


21. Mai 2016

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Alles Leo? Falsch. Es ist Jaguar.



Blättere ich durch Kataloge, dann ist immerzu vom Leo-Look die Rede.
Aber ist das nicht ein bißchen zu allgemein gehalten?

Die ersten Gedanken zu diesem Post habe ich mir gemacht, als ich im Nationalmuseum in  San Josè ( Costa Rica) diesen ausgestopften Jaguar sah. Der sieht doch aus wie ein Leopard?
Zuhause wieder angekommen habe ich mich dazu belesen.
Im Grunde ganz einfach, aber doch verwirrend, hier kurz die Zusammenfassung:

Der Jaguar lebt in Mittel- und Südamerika. Sein Fell weißt diese typischen  schwarz umrandeten Flecken auf, die innerhalb braun-orange sind.
Jetzt aufpassen: Beim Jaguar sind innerhalb dieser "Flecken" noch schwarze Punkte zu sehen.

Der Leopard hingegen lebt in Afrika und Asien, sein Fell ist dem des Leoparden sehr ähnlich. Innerhalb der schwarz umrandeten Flecken ist das Fell braun-orange und es sind keine schwarzen Punkte zu finden.

Das Fell des Gepards hingegen ist nur schwarz getupft auf einem leicht orange wirkenden Fell. Leider habe ich hier kein Foto.

eigenes Foto, Nationalmuseum San Jose, Costa Rica
Fell Jaguar, eigenes Foto, Nationalmuseum San Jose, Costa Rica

eigenes Foto, Zoo Leipzig

Das hier kennt ihr alle, süß , nicht wahr.
eigenes Foto, Zoo Leipzig

Tja, was lernen wir daraus? I

Mein Leo-Shirt nach Modell 135, Burda 02/2014 (gebloggt hier) hat schwarze Punkte innerhalb der Flecke und deshalb ist es KEIN!!! Leo-Shirt sondern es ist ein.......na?
Richtig.

Irren ist menschlich.
Mein Shirt ist kein Leo-Shirt, es ist ein Jaguar-Shirt.



18. Mai 2016

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Die Sache mit dem "AX" und Vogue 1258 und Vena Cava und Alabama Chanin Applique Revers.

Anfang des vergangenen Jahres schrieb ich einen Post über die verschiedenen Körperformen, daß z.B. der Körper eine Frau einer Birne oder einem Äpfelchen ähneln könnte.
Man unterscheidet die Körperformen nach den Buchstaben XHOVA.


Damals kam ich zur Erkenntnis, daß ich wohl ein Mischtyp aus A und X bin, also ein "AX".

Damals  wollte ich auch ein tolles Kleid nähen, nämlich Vogue 1258.


Zuerst kam ich davon ab, später wollte ich es genau wissen und habe den Schnitt angepaßt und zugeschnitten.
Der erste Versuch dieses Kleid zu nähen war ein Reinfall. Ich hab kein einziges Foto gemacht und will auch kein Wort darüber verlieren. Aus den Augen, aus dem Sinn und Basta.

Ein Jahr später.
Neuer Versuch aus türkisfarbenem Jersey.







Nun steht die Entscheidung an, ob ich so wie hier beschrieben a'la Alabama Chanin Applique Revers (das zweite, bräunliche Modell)  noch aufhübsche, oder ob ich das Kleid so uni lasse wie es jetzt ist. Dann müßte ich nur den Saum begradigen und säumen . Auf der anderen Seite brauche ich wirklich nicht zwingend eine neues Kleid, denn es wäre gelogen würde ich sagen, daß ich nichts zum anziehen habe. Nein, also das nun wirklich nicht ;-)



Was meint ihr?
Soll ich Stoffmalfarbe besorgen und das Kleid so wie in der Zeichnung gedacht, noch weiterbearbeiten? Oder lieber so lassen?
Bin unentschlossen.