WKSA Voque1381 Zwischenstand mit Frust

Alles Murks.
Gerade eben habe ich euch das "Elend" des Designerteils fotografiert und was passiert? Das Tablet laedt die Bilder nicht hoch und hängt sich auf. Also werde ich euch beschreiben wie der Stand der Dinge ist...und ausserdem,  warum gibt es auf einem Tablet kein ae oe und ue ?? Da fehlen doch Buchstaben? Ist das bei euch auch so?
Ich schaeme mich. Warum?
Unser Auto ist kaputt. Es steht eine teure Reparatur an, mehrere hundert Euro. Mein fährt in die Werkstatt.  Und ich? Ich freue mich für einen Moment darüber,  daß ich alleine zu Hausebin und Zeit zum Naehen haben werde. Das ist doch krank......Nähmanie....

Ich habe also bereits am Montag Zeit gehabt, um zu meine 116 Einzelteile  (in Worten einhundertundsechzehn) zusammenzufügen.  Ja, es sind wirklich so viele Teile, wenn man Oberstoff, Futter, Wattierung und Vlieseline zusammenzählt.
Die Ziernaehte habe ich mit Stichlaenge 6,0 mit der Maschine gesteppt. Eine nicht enden wollende Fleißarbeit.  3,5 Rollen Knopflochgarn habe ich dafür benötigt. Im Vorfeld hatte ich nicht beachtet, dass auf jeder Rolle Knopflochgarn lediglich 30 Meter drauf sind. Das ist hier nicht viel.  Knopflochgarn für den Oberfaden, normaler Zwirn für das Spulchen.

Bislang habe ich die Oberteile zusammengefasst.  Es fühlt sich an, wie eine schwatz gefärbte Kampfsportjacke. Hattet ihr so eine Teil schon mal in der Hand? EIne ziemlcih feste , fast steife Angelegenheit. Eher nichts für ein Kleid. UNd wenn schon für ein Kleid, dann muss es 1A sitzen. Und genau das wird wohl mein Problem werden: Der nicht wattierte Teil des Kleides beult unsäglich aus. Und das, obwohl ich wirklich exakt im Zuschnitt war. Ich schwöre! So ein Mist.Ein weiteres Problem sind die dicken Nahtzugaben.  Es "wurschtelt". SChneide ich aber die Zugaben mehr zurück,  jetzt sind es 1,5 cm, dann bekomme ich das gleich garnicht mehr flach gebügelt.
ACh, ich habs satt.
Und bei euch?
Habt ihr auch Probleme? Ich bin noch garnicht dazu gekommen, mich durch die Blogs zu klicken...

22.11.14, WKSA Teil 2

Vielen Dank für eure zahl- und hilfreichen Kommentare zu meinem ersten Post beim diesjährigen WKSA. Ich habe sie alle aufmerksam gelesen und habe mich entschieden:
Schwarzer Kostümstoff. Weinrotes Futter.
Das himbeerrote Leinen hätte nicht ausgereicht, da ich an den Rockteilen überall 15cm in der Länge zugegeben habe. Keines der Teile liegt im Stoffbruch, daher geht das unheimlich auf die benötigte Meterzahl.
Vom Kostümstoff habe ich übrigens mehr als gedacht. Es sind 4,80m, davon habe ich bisher 3,60m verbraucht.  Vielleicht nehme ich den Oberstoff auch für das "Interfacing = Watterierung", denn auf dem Oberstoff kann ich die Rädellinien vom Kopierrädchen gut erkennen. Das wird wichtig sein für die vielen nebeneinander liegenden Stepplinien. Schließlich solls ja exakt aussehen.

Was noch?
Die Anleitung ist in englisch. Für mich im Grunde genommen überhaupt kein Problem....ich sollte nur genau hinsehen...wenn da steht " seam allowances are included", dann heißt das auch "included", also enthalten. Da muß man die Nahtzugaben nicht nochmal extra zugeben....tja, wer keine Arbeit hat, der macht sich welche.

Es gibt 2x "Interfacing". Einmal ist die normale Bügeleinlage gemeint und einmal die Wattierung.

Die Ärmel habe ich in Gr.12 zugeschnitten, die Rockteile vorsichtshalber in Gr.16, den Rest in 14.
Paspelband aus Lack. Reißverschluss mit Strass. Vielleicht vorn mittig unter den Ausschnitt statt des RVs im Rücken ? Der Ausschnitt scheint mir auch sehr tief zu sein (und  das im Winter)....blöd.....ich habe schon zugeschnitten....

Mit den Steppnähten habe ich begonnen. Knopflochgarn...da sind nur 30m auf einer Rolle....ich muss nachkaufen.
Bis auf das Futter habe ich auch alle Teile zugeschnitten. Das sind ziemlich viele Einzelteile....ich werde mal zählen,  wieviele es genau sind.
Noch etwas: Als Wattierung habe ich dasselbe Volumenvlies gewählt wie für meine Quilts, zuletzt für meinen Mini-Dear-Jane . Ha, wenn das mal keine gute Resteverwertung ist...und außerdem: Was für eine Decke gut ist, muss auch für ein Kleid gut sein, oder ..;-)?!
Am Dienstag habe ich 3 Stunden Zeit, um bei Tageslicht zu nähen.
Und wehe, einer stört! Ich habe mir vorgenommen,  weder die Tür zu öffnen,  noch ans Telefon zu gehen. Mal sehen, ob das was wird....

Und jetzt geh ich hier gucken, wie weit die anderen Weihnachtskleidnäherinnen gekommen sind:


16.11.2014 WKSA Teil 1

Ich bin 1a vorbereitet und habe schon alles zusammen gesucht / Weihnachten? Ist nicht noch Sommer? / Ich such nach Inspiration und guck mal, was die anderen machen / Schnitt da aber kein Stoff oder andersrum? / Kleine Rückblende: mein Weihnachtskleid 2013/2012/2011

Ja, ich bin tatsächlich gut vorbereitet. Ich hab nämlich schon einen Schnitt ausgesucht.
Gerade(Ende Oktober) war bei mir tatsächlich noch Sommer und erst vor wenigen Tagen habe ich die letzten Sommersachen gebügelt und in den Schrank gelegt.
Weihnachten? Mir ist überhaupt nicht danach...


Am Weihnachtskleid  Sew-along nahm ich bisher zweimal teil.

2012 nähte ich Model1 112 aus Burda 12/2012. Ein Schnitt, der den meisten wohl bekannt sein dürfte.
Im Jahr 2011 war es ein Flop. Guck hier und hier.
2013 hab ich nicht teilgenommen.

Und nun auf zu neuen Taten!

Mein neuer Schnitt ist dieser:
Quelle: http://voguepatterns.mccall.com/v1381-products-47937.php?page_id=315&search_control=display&list=search

Beim Stoff bin ich noch unentschieden.
Entweder fällt die Wahl auf ein himbeerrotes Leinen und Handstickgarn (mit dann handgenähten Steppereien) oder auf einen rabenschwarzen Kostümstoff mit Maschinenstepperei.
Vom Leinen habe ich 3 Meter , vom schwarzen Stoff 4 Meter.
Benötigter Stoff bei Größe 14: 2,80m bei 1,50m Breite. 
Ich möchte das Rockteil etwas verlängern, da der Saum bei mir bis unters Knie reichen muß.

Der Schnitt hat einige Schwierigkeiten. 
Die momentan größte sehe ich hier:

Durch die teils 4-lagige Verarbeitung wird  das eine "dicke Sache".
Ich werde hoffentlich nicht aussehen, als ob ich eine wattierte Arbeitsjacke trage.


Weihnachtskleid sew-along 2014

 Ich habe drauf gewartet...auf den 




Und das sind die Termine:


16.11.2014 WKSA Teil 1:Ich bin 1a vorbereitet und habe schon alles zusammen gesucht / Weihnachten? Ist nicht noch Sommer? / Ich such nach Inspiration und guck mal, was die anderen machen / Schnitt da aber kein Stoff oder andersrum? / Kleine Rückblende: mein Weihnachtskleid 2013/2012/2011

22.11.2013 WKSA Teil 2:Oh, so ein schönes Schnittmuster wird da genäht, ich entscheide mich schnell um / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden und bleibe dabei / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Schnitt kopieren, zuschneiden, wer sagt eigentlich, dass Nähen Spaß macht? 

30.11.2014 WKSA Teil 3: Ich bin in Stimmung, erste Nähte sind gemacht!  / Endlich hab ich angefangen / Probemodell sitzt, ich kann den richtigen Stoff zuschneiden / Ich bin ein Streber und nähe jetzt mein zweites Weihnachtskleid / Plätzchenessen ist doch irgendwie auch Nähen, oder?

7.12.2014 WKSA Teil 4: 

Uah, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin stolz wie Bolle! / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder? / Ich hab ein Hängerchen und brauche Motivation!

14.12.2014 WKSA Teil 5: Oah, jetzt aber schnell! / Nur noch der Saum! / Ich könnte hier nochmal nachbessern / Ich bin fertig, zeige aber noch nichts / Ich bin ein Streber und nähe jetzt noch ein Tüdeldü für meine drei Weihnachtskleider

21.12.2013 WKSA Finale *****Es ist so schön geworden!*****



Ich freue mich und hoffe, daß das Ergebnis gut wird ;-)
Ob ich an den jeweiigen Tagen auch verlinken kann, weiß ich nicht. Aber viellicht bleibt die Linkliste auch an den folgenden 2-3 Tagen ja noch geöffnet.

Voque 1283

Vielleicht sollte ich doch lieber Röcke und Kleider statt Hosen tragen?
Jedoch mag ich Strumpfhosen garnicht! Deshalb bevorzuge ich in der kalten Jahreszeit doch die Hose.

Ich trage mein selbstgenähtes Kleid Voque 1283 . Weiteres Fotos und einen Nähbericht könnt ihr hier sehen und hier nachlesen.




Diese Fotos sind vom 9. November 2014.
Am Tag zuvor waren wir in Mödlareuth. auch "Little Berlin" genannt. Ein Dorf, durch das während der Teilung Deutschlands eine Mauer gezogen wurde.
Wo wart ihr am 9. Novemer 1989?
Ich weiß es noch ganz genau.
Ich saß an diesem Donnerstagabend im Zug von (Ost)berlin nach Karl-Marx-Stadt. Damals Studentin, wollte ich wohl am Freitag die Vorlesung schwänzen.*schäm*
Als ich zuhause bei  meinem Eltern ankam wurde ich von meiner Mutter mit den Worten begrüßt: "Was willst denn Du hier?"...ja, damals gab es noch keine Handys, sonst wäre ich wohl unterwegs ausgestiegen und zurückgefahren. Vielleicht. Und so kam es, daß ich ,obwohl in Berlin lebend, erstmals am 12.11.1989 "rüber" bin. Ich kann mich nicht mehr erinnern, an welchem Übergang. Und ich weiß auch nicht mehr, ob ich zuerst  in Westberlin war oder zuerst in Hof. Die Erinnerung ist verblasst. So war damals. Ein Teil von meinem Leben.
Ich wünsche mir für die Zukunft, daß wir das Einordnen in Ossi und Wessi sein lassen werden, schließlich gibt es noch mehr Himmelsrichtungen. Ein Flensburger tickt vielleicht auch anders als ein Rosenheimer, oder...?

Dieser Post ist verlinkt zum MMM vom 12.11.2014. Und dahin geh ich jetzt gucken, was die anderen heute zeigen.

Ich wünsche euch eine schöne Woche,
herzlichst
Eure Susan



Voque1307. Fertig genäht.

" Mama, das ist 'ne coole Hose, aber die sieht trotzdem Sch...ße aus."
"Solche Worte will ich nicht wieder hören!"
"Stimmt aber, und das habe ich dir schon mal gesagt."

Stimmt!

Zuerst ein Blick auf meine beiden anderen Posts zu dieser Hose: hier der Anfang und hier die Fortsetzung.

Braucht man mehr Worte, um das Ergebnis meiner Bemühungen zu umschreiben?
Nein.
Zugegeben etwas drastisch formuliert trifft die Aussage meines Sohnes den Kern.
Mein neues "Beinkleid" ist nicht besonders hübsch anzusehen.  Vielleicht würde sich eine andere Frau darin gefallen und mit Würde und Genuß das Teil ausführen. Ich nicht. Ich fühle mich nicht wohl in diesem Modell, fast fühle ich mich fremd darin. Diese Hose paßt nicht zu mir. Ich weiß auch nicht so recht, was ich zu ihr kombinieren könnte.

 Jedoch muß ich ehrlicherweise zugeben, daß ich schon mit dem Gedanken spielte, sie vielleicht doch noch einmal zu nähen: Als Sommermodell in hellem Crepe und ohne das Saumbündchen. Das wäre dann eher eine Art Hosenrock. Bevor ich das aber mache, muß ich meinen Mann befragen. Ich liege vermutlich richtig in der Annahme, daß Männer Hosenröcke nicht besonders hübsch finden....wie gesagt, ich weiß es nicht, aber ich glaube es.

Die Fotos hat mein Sohn mal eben so schnell zwischendurch geknipst, daher auch das bemerkenswerte ärmellose "Outfit"  zu hochhackigen Stiefeln. Vielleicht wären Ballerines die bessere Wahl gewesen. Das hätte ich nur durch einen Auftritt in handgestrickten Socken toppen können. Aber egal. Ihr müßt euch mit diesen Fotos, die nicht gestellt und aus der Bewegung heraus in ein oder zwei Minuten entstanden sind, zufrieden geben. Aber wer will denn auch gestellte Fotos , wo keine Falte zu sehen ist und auch die Speckrolle am Bauch verdeckt ist.... ha!
Zudem war der Hintergrund grandios: Kinderzimmer mit viel Lego, ausgepackter Sporttasche, Ranzen etc...Chaos pur......echtes Leben....aber das stelle ich so nicht ins Netz....daher habe ich das weggeschnitten, so daß nur das Wesentliche, nämlich die Hose, zu sehen ist.
So ist das Leben und so sehe ich eben aus. Meinen Gesichtsausdruck während des oben beschriebenen Gespräches wollte ich euch nicht vorenthalten.






Nun zum Modell.
Durch meine vielen Änderungen am Schnitt und auch an der bereits genähten Hose ist das Modell nicht mehr das ursprüngliche. Meine kleine Skizze zeigt euch die Unterschiede.

Kurzerhand hatte ich den Sattel vorn geteilt und eine Mittelnaht gelegt. Hätte ich mal lieber nicht tun sollen, denn nun rutscht die Hose nach oben in die Taille...dort wollte ich sie aber nicht haben.


Bei diesen Modell wird zuerst der Sattel genäht und dann werden die Beine angestzt, Im Grunde genommme einfach zu nähen, aber die Falten sollten ja auch gut fallen. Das war bei mir nicht der Fall.





Die folgenden Fotos zeigen nochmal kurz die Falten im Detail:
 
 

Was macht eine gute Paßform aus? 
(Thema Hosenherbst November: Paßform II, Mängel erkennen und beheben.)

Ist es die Optik? Soll die Hose nur gut aussehen oder genügt es, wenn sie gut paßt und weder schlabbert noch kneift?
Viel habe ich versucht, um an einen optimalen Hosenschnitt heranzuarbeiten:
Zuerst habe ich mir einen eigenen Hosenschnitt berechnet (klick hier und hier und hier), den  berechneten und auf A4 gezeichneten Schnitt auf Echtgröße gebracht und die Probehose genäht. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, in welcher Reihenfolge man eine Hose näht  etc...

Ich weiß nun, daß ich einen flachen Po habe und woran man das erkennt und vor allem weiß ich jetzt, welche Änderungen ich vornehmen muß.  Ich finde das gut.


Wenn die Hose im Stehen gut paßt und ich mich setze, dann kann es passieren, daß der Bund hinten nach unten rutscht und ungewollte Einblicke freigibt. Sitzlänge...Sitzhöhe....hier hatte ich schon einmal etwas dazu geschrieben. Erinnert ihr euch ?


Gebe ich der Hose mehr Länge, dann hab ich unter Umständen zu viel Stoff, der wiederum (i.d.R.) die unerwünschten Falten wirft. Schwierig, schwierig.

Will ich zu perfekt sein? Warum genügt es mir nicht, wenn die Hose  - auch ohne Elasthan  - einfach nur bequem ist und dabei einigermaßen gut aussieht. Ist nicht das "sich wohl fühlen" das Entscheidende?

In den letzten Wochen, ja mittlerweile Monaten, habe ich mich wirklich ausschließlich mit dem Nähen von Hosen beschäftigt, habe zugeschnitten, genäht, getrennt, geprüft, einen Schnitt nach meinen Maßen erstellt, Bücher gewälzt, habe versucht, meinen Körper und die Hosenschnitte zusammenzubringen. Ferner habe ich die Hosenträgerinnen  in der Stadt (und das sind fast alle Frauen, man sieht kaum Röcke) mit einem kritischen Auge betrachtet: Kaum eine Hose saß gut. Im Gegenteil, Querfalten und Längsfalten überall. Sind die Falten schon beim Anziehen der Hose da gewesen oder entstanden sie erst durch längeres tragen?? So viele Fragen. Und die Antworten lassen sich nicht nach "Schema F" geben.

Warum sehe ich in Katalogen und - leider - auch in Schnittmusterzeitschriften oft gut sitzende Hosen, aber im realen Leben an echten Frauen so gut wie nie gut sitzende Hosen.  O.k., wenn die Hose beim Schnittmusterhersteller nicht gut gelungen ist, dann wird das Model entsprechend positioniert und stellt sich am besten hinter einen Baum.  Genau wie bei Schaufensterpuppen, an denen im Rücken im Heftnadeln und Klammern alles zusammengehalten wird. Aber das ist ein ganz anderes Thema, hilft mir bei MEINER Hose FÜR MICH SELBST nicht weiter, frustriert jedoch.


Welche Erkenntnis ziehe ich nun aus der ganzen Hosennäherei?
Es wird für mich keinen immer passenden Hosenschnitt geben.
Ein und derselbe Schnitt in  verschiedenen Stoffen genäht wird eine andere  Optik und einen anderen Fall der Hose ergeben.
Hilfreich war mein Hosengrundschnitt, denn nun kann ich den Grundschnitt auf einen Kaufschnitt auflegen und so im Vorfeld schon die eine oder andere kleine Korrektur machen. Das ersetzt aber nicht die Anprobe mit den dann noch erforderlichen Korrekturen.
Noch eines habe ich erkannt: Ich bin nicht ganz gerade "gebaut". Nun, ich würde nicht sagen, daß ich schief bin, aber eben auch nicht exakt gleich auf beiden Seiten meines Körpers. An dieser Stelle möchte ich auf die sogenannte "Balance" hinweisen. Kurz erklärt: Ein gekaufter Schnitt ist an beiden Hosenseiten gleich lang und auch die Meßlinie vom Boden bis zur vorderen und hinteren Taillenlinie ist gleich lang. Wenn nun aber meine eine Hüfte einem Zentimeter tiefer liegt als die andere, dann kann der Schnitt schon mal nicht passen. Die Hose hängt schief. Ebenso tritt das Problem bei einem ausgeprägten Hohlkreuz oder Bauch auf. Hierzu schreib ich später nochmal einen Beitrag.
Weiter stellte sich mir die Frage, ob ein Stoff mit Elasthananteil die Lösung aller Hosenprobleme ist? Nein, ist es nicht. Falten und andere Korrekturen, die aus der spezifischen Körperhaltung  entstehen, bleiben trotzdem. Elasthan dient nur der Bequemlichkeit. Aber immerhin, das ist doch schon mal was.


Was bleibt?
Ich werde auch weiterhin Hosen nähen. Und ich werde weiterhin jede einzelne anpassen müssen. Und es wird mir weiterhin Freude machen.
Ich muß meinen Körper ehrlich betrachten und mir eingestehen, daß das eine oder andere Teil nicht passen wird, weil es nicht passen kann. So einfach ist das.

Dies ist nun auch mein abschließender Beitrag zum Hosenherbst. Leider ist die Linkliste schon zu, so daß ich mit der Verlinkung bis Ende des Monats warten muß. Ich schreibe das so explizit auf, weil im Hosenherbst-September, wenn ich mich recht erinnere, 22 Hosennähwillige dabei waren, beim Hosenherbst-Novemer gerde noch 6.
Ist das Kapitulation vor der Hose? Frust? Oder doch einfach nur Lust auf was Neues und anderes?

Jetzt habe ich Lust auf was Neues. Ich weiß nur noch nicht was es sein wird. Vielleicht noch eine Hose?




Sommer im November

Und haben wir keine Mittel mehr, dann fahrn wir weg vom Mittelmeer...denn dort waren wir noch am Wochenende. Leider sind die Ferien zu Ende....

Mit diesem Spruch nehme ich am heutigen 5. November mit einem Sommerkleid am MMM teil.
23 Grad und Sonne hier an der ligurischen Küste , ungefähr mittig zwischen Genua und Nizza. Mit Schaudern sah ich gestern Abend im Fernsehen die  Nachrichten über die derzeitigen Überschwemmungen in der Gegend, wo ich war und den Sommer genießen durfte.

Zuhause erwarteten mich kühlere Temperaturen und wahrscheinlich ab dem morgigen Donnerstag auch Nässse und Kälte. Was solls.
Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, nämlich  auf Reisen Stoffe und Schnitte einzukaufen, habe ich dieses Mal lediglich die Novemberausgabe der "La Mia Boutique" erworben. Dafür aber in Südfrankreich einen knappen halben Liter (das ist nicht gelogen) Parfüm, EdP, EdT etc.. Nicht nur für mich, auch für meinen Mann. Wunderbar. Wenn man schon mal im Süden der Provence ist....

Aber nun zum Kleid:
Auf dem Foto trage ich eines meiner Lieblingskleider, nämlich Voque 1027.

Über diesen Schnitt habe ich schon mehrvielfach geschrieben. Wen es interessiert: hier klicken.

Auf fast allen Urlaubsbildern gucke ich ernst. Selten ein Lächeln. Die Krankheit meines Vaters setzt mir mehr zu, als ich mir das eingestehen möchte.

Nähtseitig ist es bei mir sehr ruhig.
Die Hose Voque 1307 (das ist diese hier)  ist fertig, jedoch bin ich nicht glücklich damit. In Kürze werde ich darüber berichten.
Und dann habe ich noch eine "Leiche im Keller"...keine Sorgen, nur nähtechnisch gesehen. Es handelt sich um diese Jacke, die ich im Herbst 2012 begann. Irgendetwas hindert mich, daran weiterzuarbeiten....

Herzliche Grüße und euch allen eine gute Zeit,
Susan

Dieser Post ist verlinkt zum MMM am 5. November 2014.

Voque 1307. Die Fortsetzung.

Das ist nun der Stand der Dinge, nachdem ich die Falten weniger eng gelegt habe und auch die oberen vier zugesteppten Zentimeter jeder einzelnen Falte wieder geöffnet habe.
Es ist noch immer kein Hingucker und wird es auch nicht werden. 
Ja, nu könnte man sagen, daß es schon ganz gut aussähe. Nein, das sieht nur so einigermaßen gut auf dem Foto aus. Richtig gut ist etwas anderes.



Aller guten Dinge sind drei.
Im Rahmen des Hosen-Herbstes wollte ich drei Hosen nähen. Drei verschiedene!
Nun schneide ich Voque 1307 das dritte Mal zu.
Den ersten Versuch hatte ich euch noch garnicht gezeigt...aber damit ihr mir das glaubt, gibt es hier den Beweis ;-)



Und ich habe Stoffe gekauft. Die vier Stoffe von rechts sind Coupons für Hosen....der Stoff ganz rechts im Bild ist 5 Meter lang....da kann ich viel probieren...


Voque 1307, ich knack dich!!!!