23. März 2015

12

Das Unterteil vom zerschnittenen Kleid als Top.



Voque 1250, DKNY. Ein Kleid. Eigentlich nicht übel, aber ich habe für so schmale Kleider nun mal zu ausladende Hüften. 
Dieses Kleid war nie so ganz meins.
Auch in diesem Falle gilt: Vorher bewußt und genau hinsehen, erst dann  entscheiden und zuschneiden!!!

Um zu verstehen, von welchem Kleid ich schreibe, mal hier für meinen Nähbericht zum Kleid hier klicken.

Was habe ich bisher gemacht?




Nun war das ehemalige Rockteil übrig und schien mir zu schade, um es zu entsorgen.
Kurz entschlossen habe ich mir aus Resten von Schrägband und anderen Bändern ein Band genäht und verziert und als Nechholder benutzt. Fertig.





Ja, udn so sieht es bei mir zuhause aus, wenn mein Sohn Reste von Stoff und Wolle zusammen mit Lego verbaut....die Treppe wird eingesponnen...




22. März 2015

20. März 2015

6

Voque 8489 und: Aus ALT mach NEU!

Ich habe aufgeräumt und mich um eines meiner UfOs gekümmert. Das wird nichts.

Der Plan war, ein Jerseykleid nach Vogue 8489 zu nähen. Der Schnitt gefiel mir und gefällt mir auch immer noch, aber der Ausschnitt.....wie bei Burda...

Zuerst nahm ich ein viel getragenes (zuletzt abgetragenes) und geliebtes Kauf-Shirt und trennte es sorgsam auseinander.
Der Druck auf dem Vorderteil ist sehr schön und auch die kleinen Jersey-Röschen sind doch was Besonderes. Zu schade, um es in die Altkleidersammlung zu geben.


Nun hatte ich das Kleid genäht und es hat einen fürchterlich tiefen Ausschnitt.

Hätte ich jedoch auf dem Schnitt genau hingesehen, dann hätte mir das auffallen müssen!!!

Seht euch mal die Fotos links an: oben ich, unten das Foto vom Original.
Mit kritischem Blick vor dem Zuschnitt hätte ich mir den Ärger ersparen können! Sicher!

Ganz ehrlich gesagt habe ich mich in den letzten Monaten schon des öfteren über mich geärgert, weil ich eben nicht genau hingesehen habe!
Ich möchte einen so tiefen Ausschnitt nicht haben, nicht bei Alltagskleidung. Und ich habe auch keine Lust, an diesem Schnitt lange herumzufriemeln und ihn für mich passend zu machen. So toll ist er dann auch wieder nicht. 

Aus diesem Grund trenne ich das Rockteil ab und verwende den Stoff für ein Shir. Naja, und den Stoff vom auseinandergetrennten Kaufshirt, den hebe ich erstmal auf....kommt Zeit, kommt Rat...



12. März 2015

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Der Februar. Dünn. sehr dünn, nähseitig betrachtet. Nur ich bin noch nicht dünn :-(

Kaum zu glauben, aber es sind schon sechs Wochen seit meinem letzten Blogpost vergangen...wo ist denn bloß die Zeit hin?
Über eine Woche war ich zuletzt krank. Seit Jahren hatte ich das erste Mal wieder eine deftige Erkältung, die mich viel Schlafen und Schwitzen lies. Alles ist wieder gut. Nur die Stimme, die klingt noch sehr unschön.

Nach der Erkenntnis, daß ich nun doch mal ein paar Kilo abnehmen müßte, mache ich Diät. Immerhin seit drei Wochen. FdH und wenn der kleine Hunger kommt gibts Tee oder einen Apfel. Drei Kilo sind bisher weg. Das ist nicht viel, aber ein Anfang und ich merke schon, daß meine Lieblingshose nicht mehr so klemmt.

Meine bestellten Anfang Februar bestellten Schnitte sind seit ungefähr einre Woche endlich da....unterirdisch, wie kompliziert es ist, in Deutschland dann an die bestellte und schon bezahlte Ware zu kommen... Ordnung und Kontrolle muß sein... aber auch hier ist jetzt alles gut, sie sind ja da, meine Schätzchen.

Ja, und genäht habe ich auch. Ich habe genäht und viel gepfuscht. Ehrlich.

Zuerst habe ich am Claire Schaeffer- Kleid genäht. Wunderschön, es gefällt mir wirklich immer noch sehr. Allerdings , und daß ich das im Vorfeld nicht erkannt habe nehme ich mir selbst übel, muß man für dieses Modell einen leicht fallenden Stoff nutzen. Am besten Chiffon und ein passendes Unterkleid dazu. Ich nahm eine Kostümstoff. Wie praktisch, denn blickdicht, da kann man sich das Nähen des Futters sparen....dafür sieht man durch die aufspringenden Falten aus wie eine Tonne und Wie im Dirndl in einer Übergröße. Nun hab ich hier ein weiteres UfO. Für die Tonne ist es mir zu schade, aber fertignähen mag ich es auch nicht.

Gut, dann nähte ich eben was anderes: Ein Cambie-dress.
Schon zig-fach fertig gesehen und doch im Grunde ein einfach zu nähendes Kleid....nicht bei mir. Ich will auch garnicht weiter drüber schreiben, es nur hier der Komplettheit wegen erwähnen. Das Kleid ist schon lange in der Tonne gelandet. Ohne Foto. Murks pur. Aus den Augen, aus dem Sinn und auf gehts zu neuen (Un)- Taten.

Dann wäre da noch VENA CAVA, Vogue 1258.
Ja, das ist ein - fast - fertiges Kleid. Meine Stoffwahl eine Kombination aus schwarzem und grau-schwarzem bedruckter Jersey. Hübsch. Nur der Ausschnitt ....schlampig gearbeitet. So werde ich das nicht anziehen und deshalb muß ich da nochmal ran. Lösbares Problem.

Fast fertig, bis auf die lästigen Handarbeiten am Ende jeder Näharbeit, ist mein Ramona-wrap-Dress von sew-serendipity. Schwarz-bunt und viel pink. Ich denke, wir könnten in diesem Jahr dricke Freunde werden. Fotos gibts bei wärmerem Wetter.

Aha, das ist noch nicht alles!!!
Eine Bluse, nämlich Voque 1385, habe ich auch noch in Arbeit: Schwarz-gold. Nur die Knopflöcher und Knöpfe fehlen noch. Lästig.

Nein, das ist noch nicht alles.
Zwei Kleider habe ich zugeschnitten. Einmal  das Pseudo-Wickelkleid aus der vorletzten Burda (der Link führt zum Download-Einzelschnitt) und Butterick 5918, leider OOP, aber ihr könntet den Schnitt jetzt noch bekommen.

Nein, das ist noch immer nocht alles: da wäre noch das Pia-Dress von Tessuti. Ausgedruckt ist der Schnitt, ich muß nur noch puzzeln und kleben....

Immerhin, garnicht zu wenig, aber eben nichts Vorzeigbares.

Vorzeigbar ist eine meiner selteneren Orchideen. Das freut mich und macht mich ein bißchen stolz.


Gestern Abend habe ich mir für meine Overlock je ein Ober- und Untermesser bestellt. Uii, das ist aber teuer....das eine kostet 12,- Euro , das andere 9,- Euro.
Da soll nochmal einer sagen, daß Nähen ein preiswertes Hobby sei....als was ich alles für mein Hobby so ausgebe.......kaufen wäre billiger ;-)

Nun höre ich aber damit auf, hier viel zu schreiben. Liest eh keiner. Man möchte lieber Bilder sehen, viele Bilder und deutlich fotografiert.
Ich wünsch Euch eine schöne Zeit!



5. Februar 2015

10

Neue Schnitte...kauf nix....




Es gibt schon so den einen oder anderen Schnitt, den ich gerne hätte.
Wenn nicht das Wörtchen "hätte" wäre....denn "hätte" ich alle meine Schnitte (oder wenigstens eine Teil davon vernäht), dann dürfte ich mir was Neues gönnen.
Ich befleißige mich, bis auf weiteres keine neuen Schnitte zu kaufen, oder ist es bei den Schnitten so wie bei den Stoffen ??? ....klick hier....

Ein Klick auf das Foto zeigt den Weg zur jeweiligen Bildquelle.

V1432, Misses' Dress


An diesem Modell find ich die außergewöhnliche Schnittführung im Oberteil sehr schön, aber: siehe
       oben = "hätte"
ein traumhaftes Jäckchen....V1435, Misses' Jacket and Dress
B6168, Misses' Tunic and Dress








Ja, und dieses Kleid....der Schnitt scheint mir perfekt zu sein. Wickelteil mit "eingebauter Auseinanderklaffhinderungshalterung", Fältchen im vorderen und rückwärtigen Rockteil und auch noch kleine Ärmel. Hach, das ist perfekt.




Genug geschmachtet...jetzt wird das verarbeitet, was da ist. Basta.


15 Minuten später:
Der Bestellfinger hat zweimal gezuckt....nun muß ich nur noch nähen ;-)



30. Januar 2015

6

Voque 9046 - Claire Schaeffer

Ich komme nicht weiter mit VENA CAVA
Deswegen entschloß ich mich zwischenzeitlich, ein weiteres Kleid zuzuschneiden.
Es scheint nicht sehr schwierig zu nähen zu sein. Wie gesagt, zugeschnitten habe ich die einzelnen Teile, der nächte Schritt wäre das Übertragen der Abnäherlinien auf den Stoff. Das dauert....solche Arbeiten mag ich aber, weil man ich da ganz entspannt über alles Mögliche nachdenken kann.


Quelle:
 http://voguepatterns.mccall.com/v9046-
products-49004.php?page_id=4444&searc
h_control=display&list=search
 





24. Januar 2015

7

VENA CAVA trifft auf "das AX". Vogue 1258.

Mit Bezug auf meinen letzten Post möchte ich euch nun zeigen, wie ich den gewünschten Schnitt auf meine Körperproportionen anzupassen versuche. In der Tat bin ich noch nicht weiter als hier beschrieben und deshalb weiß auch ich heute noch nicht, ob es so funktionieren wird. Versuch macht eben doch klug ;-)


Ich habe ein bißchen herumprobiert.
Zu diesem Zweck habe ich das Schnittbild mit Edding auf einm Gefrierbeutel nachgezeichnet und dann wie im echten Schnitt den Schnitt dort geteilt, wo ich es mir am ehesten vorstellen konnte.
Vorn ist es ohne Zweifel am besten, wenn ich die beiden vorderen Teile einfach etwas aueinander ziehe. Ich denke mir, daß sich  dadurch die Taschen und auch das Bindeband nicht"verziehen" und der  Schnitt nicht unansehnlich wird.
Hinten ist es schon etwas schwieriger.
Teile ich an der hinteren Mittelnaht , dann muß ich ein Godet einsetzen. Sieht das nach was aus? Ich denk nicht.
Also muß ich auch hier beide Teile des Rockteiles auseinanderziehen. Da könnte was werden. Den Fall des Stoffes dürfte es auch nicht verschlechtern. Oder was meint ihr?

Auf jeden Fall habe ich erreicht, daß der Schnitt nun eine leichte A-Linie hat.



Als nächstes sollte ich die Länge ein klein wenig verändern . Abschneiden geht immer.
Liebe Immi, ich werde auf die Längenproportien achten! Das war letztens ein guter Denkanstoß!!

So sieht das Ganze nun aus:

Bei Gelegenheit werde ich über den Fortschritt berichten. Versprochen.



16. Januar 2015

21

Äpfel und Birnen und das "Das AX".

Frage:
Warum paßt/ steht mir das Kleid nichzt, daß bei einer anderen Frau so toll aussieht?

Antwort:
Ganz einfach: Es liegt an der individuellen Körperform.

Als ich mich vor einigen Wochen intensiv mit dem Nähen von Hosen befaßte, schrieb ich schon einmal über dieses Thema, für die beiden damaligen Posts  hier  und hier  nochmal klicken.
Ja, die Körperformen sind so verschieden, wie Äpfel und Birnen ....


Die Grundformen habe ich euch aufgezeichnet.
Jeder weiß ja, vielleicht ist es  auch ein reines Bauchgefühl, daß z.B. schlanke Frauen mit großer Oberweite oftmals sehr schlanke Beine haben, umgekehrt Frauen mit kleiner Oberweite oftmals breitere Hüften und kräftigere Beine...ja so unterschiedlich wie Äpfel und Birnen....


Und wie sieht das bei mir selbst aus?
Ich bin wohl so ein "Mischding" aus A-Form und X-Form, eben ein AX.

Wenn ich mich von der Seite betrachte, dann sehe ich ebenfalls ein AX.

Ich bin also ein AX, "Das AX"

Warum schreibe ich hierüber?

Mir gefällt ein Voque-Schnitt für ein schmales Kleid, den ich auch schon seit Monaten zu Hause liegen habe. Ich weiß aber genau, daß mir dieses Kleid so im Originalschnitt  überhaupt nicht stehen wird. Ich will es aber haben...

Lösungsansatz 1: 
Ich nehme nur das Oberteil und setze das Rockteil von z.B. Voque 1027 an.
Ist das gut?
Ich weiß nicht recht, es verändert den Schnitt in der Optik  zu sehr.

Lösungsansatz 2: 
Ich schneide das Rockteil ein bis zwei Größen größer zu und passe dann an meinem Körper an. 
Ist das dann gut?
Ich glaube auch nicht, denn es betont meine Hüften zu sehr und ich sehe dann mit Sicherheit wie eine Birne aus.
Nein , das ist nicht gut.

Lösungsansatz 3:
Ich verändere den Schnitt des Rockteiles an sich, versuche aber die Optik beizubehalten.
Dafür habe ich mich auch schon entschieden und werde euch bei Gelegenheit zeigen, was ich genau gemacht habe und ob das funktionieren wird oder nicht....



14. Januar 2015

27

Das fertige Weihnachtskleid....Vogue 1381

Pünktlich nach Weihnachten, nämlich am 28.Dezember hatte ich das Kleid fertig.
Damit konnte ich das neu als Osterkleid verplante Teil schon zu Silvester tragen.
Voila, da ist es, zusammengenäht in 94 Arbeitsschritten laut Anleitung (Advanced...haha!) aus  116 Einzelteilen.

Am Nachmittag trug ich es zur Geburtstagsfeier meines Bruders. Mit einem Schaltuch am Hals ist es nun das perfekte "Kleien Schwarze" für den Winter. Durch die Steppteile ist es auch schon kuschlig warm, das ist mir wichtig , denn ich friere wirklich sehr schnell.
Wie ihr seht, kann ich entgegen meinen Befürchtungen (klick hier ) nun auch gut das Glas bis zum Mund heben.
Kurz nach Mitternacht saß das Kleid noch perfekt. Nur meinen Gesichtsausdruck konnte ich keinem mehr zumuten ;-))


Sogar Tanzen ging gut....wer hätte das nach diesem Dilemma  (zur Erinnerung nochmal hier klicken) für möglich gehalten??




Nun zu den Details.
Mein Kleid hat ein komplettes Futter. Genauer gesagt ein Futterkleid. Angenäht ist dieses lediglich am Ausschnitt und an den Ärmeln. Mein vorgesehener Futterstoff reichet nicht aus, deshalb habe ich einige Teile aus farbähnlichen Futterresten genäht.
Alles in allem bin ich recht zufrieden mit dem Gesamtergebnis und auch darauf, daß die Teilungsnäht exakt aufeinandertreffen, denn das ist ja manchmal garnicht so einfach.
Beim Reißverschluß hatte ich einige Probleme. Grund hierfür war die Wattierung. Einen nahtverdeckten Reißverschluß in einen dicken Stoff einnähen....?...fast unmöglich. Deshalb habe ich die Nadelpostion etwas verstellt, so daß die Naht nicht ganz so nah an den Zähnchen läuft. So läßt der Reißverschluß sich gut öffnen und schließen (ich schaffe das sogar allein!) und sieht trotzdem gut aus. Auch oben am Ausschnitt sitzt der RV perfekt. Leider hab ich dort vergessen, ein Stück Naht wieder aufzutrennen, aber das laß ich jetzt so.
Taschen hat das Kleid übrigens auch.

Der Saum ist von Hand mit Schrägband eingefaßt. Eine fizzelige Arbeit, vor allem bei den derzeitigen Lichtverhältnissen.



An den Stellen, wo ich in meinem ersten Post zu diesem Kleid die größten Probleme sah, gab es gar keine.
Dafür stört mich jetzt, daß de Auschnittgeleg nach außen dreht... *pfeif*... da guck ich jetzt drüber weg.


Das ist eines der Teile, welches ich ändern mußte.
Ha, was erzähle ich denn hier.... ich habe bis auf die Ärmelmanschetten und das vordere  gerundete Mittelteil an allen Teilen was geändert.
Guckt einfach auf den Schnitt. Mehr muß man dazu nicht sagen.

Die Finger verknotete ich mir bald hier: "make a decorative knot"
Ich gab mein Bestes. Aber fragt nicht, wie lange ich dafür gebraucht habe. Andere Leute stricken sinnvoll, ich knote...




Noch ein Tip für alle, die mal etwas mit wattierten Teilen nähen möchten.
Diese teil lassen sich nur sehr schlecht flachbügeln. Deshalb habe ich alle Nahtzugaben angenäht.

Und nun auf zu neuen Taten! Drei neue Vogue-Schnitte incl. Stoff liegen hier bei mir bereit.

Mal sehen, was es heute beim ersten MMM des Jahres 2015 Interessantes zu sehen gibt.
Das heutige Motto lautet dort "Die schönsten Kleider des Jahres 2014".
Vielleicht ist dieses Kleid hier nicht mein schönstes...da muß ich nochmal drüber nachdenken, aber es war mit Abstand mein am schwierigsten zu nähendes Kleid. Daß es kein TfT wurde, darauf bin ich schon ein bißchen stolz. Stolz darauf, nicht gleich aufgegeben zu haben, etwas zu Ende gebracht zu haben. Die Nähzeit an diesem Kleid...oje, die Stunden möchte ich garnicht zählen, vermutlich hätte ich zwei oder drei einfachere Sommerkleider nähen können.
Ich nähe nicht nur, um neue Kleidung zu haben. Nähen ist für mich auch eine Herausforderung besonderer Art.

Noch ein "Merkzettel", speziell  für mich selbst:
Wenn ich  mir künftig Änderungen mit Seife anzeichne (so wie hier schon mal beschrieben), dann darf ich nicht mit Dampf bügeln!! Sonst ist ja alles wieder weg...



17. Dezember 2014

26

WKSA Teil 5 und das Ende.

14.12.2014 WKSA Teil 5: Oah, jetzt aber schnell! / Nur noch der Saum! / Ich könnte hier nochmal nachbessern / Ich bin fertig, zeige aber noch nichts / Ich bin ein Streber und nähe jetzt noch ein Tüdeldü für meine drei Weihnachtskleider

Alles wird gut. Aber ich werde nicht fertig.
An das Nähen des Saumes ist noch garnicht zu denken...und ans Nähen von Tüdeldü erst recht nicht.

Mein Mann hat, ich formuliere das mal vorsichtig, vor ein paar Tagen seinen Mißmut zum Ausdruck gebracht: Ich nähe ihm zu viel. Und er hat Recht!
Und außerdem: In unsrem Haus liegen überall schwarze Fussel und kleinste Garnfizzelchen vom vielen Trennen. Wir haben cremefarbige Teppiche. Und Parkett. Fein sieht das überall aus....schön fusselig. Und das in der Adventszeit.

Deshalb mach ich hier und heute einen Schnitt beim diesjährigen WKSA und klinke mich aus, denn ich bekomme das Kleid auf keinen Fall fertig. Das heißt nicht, daß ich es nicht fertig nähen will und werde. Das schon, aber eben nicht jetzt und unter Druck. Die Lust auf den Straßreißverschluß und auf Lackpaspelband ist mir eh schon vergangen.

Wie sagten schon die alten Lateiner...

Ad primum: Ich brauch nicht unbedingt hier und jetzt eine neues Kleid zu Weihnachten (haha, wehe einer verlangt , daß ich das übersetze :-)

Ad secundum: Da ziehe ich eben mein Weihnachtskleid von 2012 an. Das ist doch auch nicht schlecht.

Ad tertium: Plätzchen wollte ich noch backen, auch dafür brauch in Zeit.

Ad quartum: Dann wird meine Weihnachtskleid eben ein Osterkleid.

Ad quintum: Hauptsache es wird fertig und tragbar.


Mit meiner Näharbeit bin ich mittlerweile zuversichtlich und ich hab auch die Schere schon angesetzt und sogar schon geschnitten.
Zuerst überlegte ich mir, wo ich etwa abschneiden kann und wo auf keinen Fall.

Die Ärmel wollte ich auf keinen Fall in ihrer Form verändern. 
Im Gegensatz zu den Ärmeln störte mich die Steifheit der wattierten Teile. Hier etwas wegzunehmen schien mir akzeptabel

mein flexibles Lineal
Deshalb habe ich mit einem biegsamen Lineal (das sich rein zufällig seit Jahren in meinen Nähutensilien befindet und noch nicht ein einziges Mal genutzt wurde) die Nahtlinie der Ärmel abgemessen .



Diese Nahtlinie habe ich in Länge und auch in der annähernd gleichbleibenden Form in das wattierte und abgesteppte Teil verschoben, am Hals ca. 2 cm, Richtung Seitennaht ca. 3 cm. Natürlich ging das Ganze nicht komplett auf, so daß ich nun eine etwas kürzere Seitennaht habe.
Die Nahtlinie (in der Zeichnung grün) betrug bei mir im Vorderärmel 36cm und im rückwärtigen Ärmel 37 cm.

Weiter habe ich, wie in der Zeichnung blau markiert, am mittleren Vorderteil schräg verlaufend etwa Länge weggenommen. Am Rücken habe ich ebenfalls etwas an Länge, hier schräg verlaufend von der Seitennaht zur hinteren Mitte, reduziert. Auch durch das geschickte Einnähen des Reißverschlusses werde ich etwas an Weite wegnehmen (oben ca. 2 cm, nach unten ca. 1cm).

Die folgenden Bilder zeigen das bisherige Ergebnis von hinten...wiederum nur geheftet, die einzelnen Teile treffen am nach dem Zusammennähen exakt aufaeinander...

Fotoshooting mit Sohn und Kommentaren

...und von vorn.
Jaja, ich weiß, liebe Schneidermeisterinnen, man heftet die Nähte zur Anprobe NIEMALS!! nach außen.
Ich tat es trotzdem, weil ich nur so etwas hätte abstecken können. 
Mit der Vorderansicht bin ich ganz zufrieden, auch die Ärmel fallen gut. Vielleicht noch ein kleines bißchen an der oberen Kante des wattierten Teils Richtung Ärmel wegnehmen, mal sehen.
Die kleine Falte am Ärmel im nächsten Bild bekomme ich nicht weg. Diese brauche ich für die Bewegungsfreiheit.
Der Ausschnitt ist nun auch erträglich.





Was mir auch noch nicht gefällt, ist das leichte Ausbeulen des mittleren Rückenteils.
Hierfür werde ich wie folgt vorgehen:
Ich werde mit meinem biegsamen Lineal die im der Zeichnung grün markierte Linie nachmessen.
Dann werde ich diese Linie ins mittlere Rückenteil verschieben und in etwa dort, wo ich in der Zeichnung lila markiert habe, ein kleines bißchen Stoff wegschneiden.

Außerdem muß ich den hintern Halsausschnitt unbedingt etwa weiter ausschneiden.





Für all diese Änderungen und Näharbeiten brauche ich nun Ruhe und Zeit, die ich mir nehme.
Mit ein bißchen Glück kann ich euch das fertige Modell Angang des Jahre 2015 zeigen.

Bis dahin wünsche ich euch allen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und schon heute einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Einen Fernsehtip habe ich für euch:

Sendetermin ist der 2. Feiertag, 27.12.14, im ZDF

Wer über die Feiertage "Traumschiff " (Mauritius") guckt , der achte doch mal auf dieses Kleid:

Während der Dreharbeiten war ich an Bord und war Komparse. Ein riesengroßer Spaß!
Man sagte uns, daß wir gut zu sehen sein werden. Na dann....

Klick hier für nähere Informationen zum Kleid.

Diese Post ist vrrlinkt zum MMmblog WKSA Teil5.