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VENA CAVA trifft auf "das AX". Vogue 1258.

Mit Bezug auf meinen letzten Post möchte ich euch nun zeigen, wie ich den gewünschten Schnitt auf meine Körperproportionen anzupassen versuche. In der Tat bin ich noch nicht weiter als hier beschrieben und deshalb weiß auch ich heute noch nicht, ob es so funktionieren wird. Versuch macht eben doch klug ;-)


Ich habe ein bißchen herumprobiert.
Zu diesem Zweck habe ich das Schnittbild mit Edding auf einm Gefrierbeutel nachgezeichnet und dann wie im echten Schnitt den Schnitt dort geteilt, wo ich es mir am ehesten vorstellen konnte.
Vorn ist es ohne Zweifel am besten, wenn ich die beiden vorderen Teile einfach etwas aueinander ziehe. Ich denke mir, daß sich  dadurch die Taschen und auch das Bindeband nicht"verziehen" und der  Schnitt nicht unansehnlich wird.
Hinten ist es schon etwas schwieriger.
Teile ich an der hinteren Mittelnaht , dann muß ich ein Godet einsetzen. Sieht das nach was aus? Ich denk nicht.
Also muß ich auch hier beide Teile des Rockteiles auseinanderziehen. Da könnte was werden. Den Fall des Stoffes dürfte es auch nicht verschlechtern. Oder was meint ihr?

Auf jeden Fall habe ich erreicht, daß der Schnitt nun eine leichte A-Linie hat.



Als nächstes sollte ich die Länge ein klein wenig verändern . Abschneiden geht immer.
Liebe Immi, ich werde auf die Längenproportien achten! Das war letztens ein guter Denkanstoß!!

So sieht das Ganze nun aus:

Bei Gelegenheit werde ich über den Fortschritt berichten. Versprochen.



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Äpfel und Birnen und das "Das AX".

Frage:
Warum paßt/ steht mir das Kleid nichzt, daß bei einer anderen Frau so toll aussieht?

Antwort:
Ganz einfach: Es liegt an der individuellen Körperform.

Als ich mich vor einigen Wochen intensiv mit dem Nähen von Hosen befaßte, schrieb ich schon einmal über dieses Thema, für die beiden damaligen Posts  hier  und hier  nochmal klicken.
Ja, die Körperformen sind so verschieden, wie Äpfel und Birnen ....


Die Grundformen habe ich euch aufgezeichnet.
Jeder weiß ja, vielleicht ist es  auch ein reines Bauchgefühl, daß z.B. schlanke Frauen mit großer Oberweite oftmals sehr schlanke Beine haben, umgekehrt Frauen mit kleiner Oberweite oftmals breitere Hüften und kräftigere Beine...ja so unterschiedlich wie Äpfel und Birnen....


Und wie sieht das bei mir selbst aus?
Ich bin wohl so ein "Mischding" aus A-Form und X-Form, eben ein AX.

Wenn ich mich von der Seite betrachte, dann sehe ich ebenfalls ein AX.

Ich bin also ein AX, "Das AX"

Warum schreibe ich hierüber?

Mir gefällt ein Voque-Schnitt für ein schmales Kleid, den ich auch schon seit Monaten zu Hause liegen habe. Ich weiß aber genau, daß mir dieses Kleid so im Originalschnitt  überhaupt nicht stehen wird. Ich will es aber haben...

Lösungsansatz 1: 
Ich nehme nur das Oberteil und setze das Rockteil von z.B. Voque 1027 an.
Ist das gut?
Ich weiß nicht recht, es verändert den Schnitt in der Optik  zu sehr.

Lösungsansatz 2: 
Ich schneide das Rockteil ein bis zwei Größen größer zu und passe dann an meinem Körper an. 
Ist das dann gut?
Ich glaube auch nicht, denn es betont meine Hüften zu sehr und ich sehe dann mit Sicherheit wie eine Birne aus.
Nein , das ist nicht gut.

Lösungsansatz 3:
Ich verändere den Schnitt des Rockteiles an sich, versuche aber die Optik beizubehalten.
Dafür habe ich mich auch schon entschieden und werde euch bei Gelegenheit zeigen, was ich genau gemacht habe und ob das funktionieren wird oder nicht....



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Das fertige Weihnachtskleid....Vogue 1381

Pünktlich nach Weihnachten, nämlich am 28.Dezember hatte ich das Kleid fertig.
Damit konnte ich das neu als Osterkleid verplante Teil schon zu Silvester tragen.
Voila, da ist es, zusammengenäht in 94 Arbeitsschritten laut Anleitung (Advanced...haha!) aus  116 Einzelteilen.

Am Nachmittag trug ich es zur Geburtstagsfeier meines Bruders. Mit einem Schaltuch am Hals ist es nun das perfekte "Kleien Schwarze" für den Winter. Durch die Steppteile ist es auch schon kuschlig warm, das ist mir wichtig , denn ich friere wirklich sehr schnell.
Wie ihr seht, kann ich entgegen meinen Befürchtungen (klick hier ) nun auch gut das Glas bis zum Mund heben.
Kurz nach Mitternacht saß das Kleid noch perfekt. Nur meinen Gesichtsausdruck konnte ich keinem mehr zumuten ;-))


Sogar Tanzen ging gut....wer hätte das nach diesem Dilemma  (zur Erinnerung nochmal hier klicken) für möglich gehalten??




Nun zu den Details.
Mein Kleid hat ein komplettes Futter. Genauer gesagt ein Futterkleid. Angenäht ist dieses lediglich am Ausschnitt und an den Ärmeln. Mein vorgesehener Futterstoff reichet nicht aus, deshalb habe ich einige Teile aus farbähnlichen Futterresten genäht.
Alles in allem bin ich recht zufrieden mit dem Gesamtergebnis und auch darauf, daß die Teilungsnäht exakt aufeinandertreffen, denn das ist ja manchmal garnicht so einfach.
Beim Reißverschluß hatte ich einige Probleme. Grund hierfür war die Wattierung. Einen nahtverdeckten Reißverschluß in einen dicken Stoff einnähen....?...fast unmöglich. Deshalb habe ich die Nadelpostion etwas verstellt, so daß die Naht nicht ganz so nah an den Zähnchen läuft. So läßt der Reißverschluß sich gut öffnen und schließen (ich schaffe das sogar allein!) und sieht trotzdem gut aus. Auch oben am Ausschnitt sitzt der RV perfekt. Leider hab ich dort vergessen, ein Stück Naht wieder aufzutrennen, aber das laß ich jetzt so.
Taschen hat das Kleid übrigens auch.

Der Saum ist von Hand mit Schrägband eingefaßt. Eine fizzelige Arbeit, vor allem bei den derzeitigen Lichtverhältnissen.



An den Stellen, wo ich in meinem ersten Post zu diesem Kleid die größten Probleme sah, gab es gar keine.
Dafür stört mich jetzt, daß de Auschnittgeleg nach außen dreht... *pfeif*... da guck ich jetzt drüber weg.


Das ist eines der Teile, welches ich ändern mußte.
Ha, was erzähle ich denn hier.... ich habe bis auf die Ärmelmanschetten und das vordere  gerundete Mittelteil an allen Teilen was geändert.
Guckt einfach auf den Schnitt. Mehr muß man dazu nicht sagen.

Die Finger verknotete ich mir bald hier: "make a decorative knot"
Ich gab mein Bestes. Aber fragt nicht, wie lange ich dafür gebraucht habe. Andere Leute stricken sinnvoll, ich knote...




Noch ein Tip für alle, die mal etwas mit wattierten Teilen nähen möchten.
Diese teil lassen sich nur sehr schlecht flachbügeln. Deshalb habe ich alle Nahtzugaben angenäht.

Und nun auf zu neuen Taten! Drei neue Vogue-Schnitte incl. Stoff liegen hier bei mir bereit.

Mal sehen, was es heute beim ersten MMM des Jahres 2015 Interessantes zu sehen gibt.
Das heutige Motto lautet dort "Die schönsten Kleider des Jahres 2014".
Vielleicht ist dieses Kleid hier nicht mein schönstes...da muß ich nochmal drüber nachdenken, aber es war mit Abstand mein am schwierigsten zu nähendes Kleid. Daß es kein TfT wurde, darauf bin ich schon ein bißchen stolz. Stolz darauf, nicht gleich aufgegeben zu haben, etwas zu Ende gebracht zu haben. Die Nähzeit an diesem Kleid...oje, die Stunden möchte ich garnicht zählen, vermutlich hätte ich zwei oder drei einfachere Sommerkleider nähen können.
Ich nähe nicht nur, um neue Kleidung zu haben. Nähen ist für mich auch eine Herausforderung besonderer Art.

Noch ein "Merkzettel", speziell  für mich selbst:
Wenn ich  mir künftig Änderungen mit Seife anzeichne (so wie hier schon mal beschrieben), dann darf ich nicht mit Dampf bügeln!! Sonst ist ja alles wieder weg...



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WKSA Teil 5 und das Ende.

14.12.2014 WKSA Teil 5: Oah, jetzt aber schnell! / Nur noch der Saum! / Ich könnte hier nochmal nachbessern / Ich bin fertig, zeige aber noch nichts / Ich bin ein Streber und nähe jetzt noch ein Tüdeldü für meine drei Weihnachtskleider

Alles wird gut. Aber ich werde nicht fertig.
An das Nähen des Saumes ist noch garnicht zu denken...und ans Nähen von Tüdeldü erst recht nicht.

Mein Mann hat, ich formuliere das mal vorsichtig, vor ein paar Tagen seinen Mißmut zum Ausdruck gebracht: Ich nähe ihm zu viel. Und er hat Recht!
Und außerdem: In unsrem Haus liegen überall schwarze Fussel und kleinste Garnfizzelchen vom vielen Trennen. Wir haben cremefarbige Teppiche. Und Parkett. Fein sieht das überall aus....schön fusselig. Und das in der Adventszeit.

Deshalb mach ich hier und heute einen Schnitt beim diesjährigen WKSA und klinke mich aus, denn ich bekomme das Kleid auf keinen Fall fertig. Das heißt nicht, daß ich es nicht fertig nähen will und werde. Das schon, aber eben nicht jetzt und unter Druck. Die Lust auf den Straßreißverschluß und auf Lackpaspelband ist mir eh schon vergangen.

Wie sagten schon die alten Lateiner...

Ad primum: Ich brauch nicht unbedingt hier und jetzt eine neues Kleid zu Weihnachten (haha, wehe einer verlangt , daß ich das übersetze :-)

Ad secundum: Da ziehe ich eben mein Weihnachtskleid von 2012 an. Das ist doch auch nicht schlecht.

Ad tertium: Plätzchen wollte ich noch backen, auch dafür brauch in Zeit.

Ad quartum: Dann wird meine Weihnachtskleid eben ein Osterkleid.

Ad quintum: Hauptsache es wird fertig und tragbar.


Mit meiner Näharbeit bin ich mittlerweile zuversichtlich und ich hab auch die Schere schon angesetzt und sogar schon geschnitten.
Zuerst überlegte ich mir, wo ich etwa abschneiden kann und wo auf keinen Fall.

Die Ärmel wollte ich auf keinen Fall in ihrer Form verändern. 
Im Gegensatz zu den Ärmeln störte mich die Steifheit der wattierten Teile. Hier etwas wegzunehmen schien mir akzeptabel

mein flexibles Lineal
Deshalb habe ich mit einem biegsamen Lineal (das sich rein zufällig seit Jahren in meinen Nähutensilien befindet und noch nicht ein einziges Mal genutzt wurde) die Nahtlinie der Ärmel abgemessen .



Diese Nahtlinie habe ich in Länge und auch in der annähernd gleichbleibenden Form in das wattierte und abgesteppte Teil verschoben, am Hals ca. 2 cm, Richtung Seitennaht ca. 3 cm. Natürlich ging das Ganze nicht komplett auf, so daß ich nun eine etwas kürzere Seitennaht habe.
Die Nahtlinie (in der Zeichnung grün) betrug bei mir im Vorderärmel 36cm und im rückwärtigen Ärmel 37 cm.

Weiter habe ich, wie in der Zeichnung blau markiert, am mittleren Vorderteil schräg verlaufend etwa Länge weggenommen. Am Rücken habe ich ebenfalls etwas an Länge, hier schräg verlaufend von der Seitennaht zur hinteren Mitte, reduziert. Auch durch das geschickte Einnähen des Reißverschlusses werde ich etwas an Weite wegnehmen (oben ca. 2 cm, nach unten ca. 1cm).

Die folgenden Bilder zeigen das bisherige Ergebnis von hinten...wiederum nur geheftet, die einzelnen Teile treffen am nach dem Zusammennähen exakt aufaeinander...

Fotoshooting mit Sohn und Kommentaren

...und von vorn.
Jaja, ich weiß, liebe Schneidermeisterinnen, man heftet die Nähte zur Anprobe NIEMALS!! nach außen.
Ich tat es trotzdem, weil ich nur so etwas hätte abstecken können. 
Mit der Vorderansicht bin ich ganz zufrieden, auch die Ärmel fallen gut. Vielleicht noch ein kleines bißchen an der oberen Kante des wattierten Teils Richtung Ärmel wegnehmen, mal sehen.
Die kleine Falte am Ärmel im nächsten Bild bekomme ich nicht weg. Diese brauche ich für die Bewegungsfreiheit.
Der Ausschnitt ist nun auch erträglich.





Was mir auch noch nicht gefällt, ist das leichte Ausbeulen des mittleren Rückenteils.
Hierfür werde ich wie folgt vorgehen:
Ich werde mit meinem biegsamen Lineal die im der Zeichnung grün markierte Linie nachmessen.
Dann werde ich diese Linie ins mittlere Rückenteil verschieben und in etwa dort, wo ich in der Zeichnung lila markiert habe, ein kleines bißchen Stoff wegschneiden.

Außerdem muß ich den hintern Halsausschnitt unbedingt etwa weiter ausschneiden.





Für all diese Änderungen und Näharbeiten brauche ich nun Ruhe und Zeit, die ich mir nehme.
Mit ein bißchen Glück kann ich euch das fertige Modell Angang des Jahre 2015 zeigen.

Bis dahin wünsche ich euch allen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und schon heute einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Einen Fernsehtip habe ich für euch:

Sendetermin ist der 2. Feiertag, 27.12.14, im ZDF

Wer über die Feiertage "Traumschiff " (Mauritius") guckt , der achte doch mal auf dieses Kleid:

Während der Dreharbeiten war ich an Bord und war Komparse. Ein riesengroßer Spaß!
Man sagte uns, daß wir gut zu sehen sein werden. Na dann....

Klick hier für nähere Informationen zum Kleid.

Diese Post ist vrrlinkt zum MMmblog WKSA Teil5.


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07.12.2014: WKSA Teil 4 und mein "verschlimmbessertes " Vogue 1381



7.12.2014 WKSA Teil 4: 

Uah, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin stolz wie Bolle! / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder? / Ich hab ein Hängerchen und brauche Motivation!

Hehe, wer hat das vorher gewußt?????


Wenn die Nähgemeinde, also Ihr alle da draußen, nicht wärt, dann hätte ich vermutlich "Sack gehaun", wie man bei uns so schön sagt.
Durch eure zahlreichen und vor allem auch hilfreichen Kommentare habe ich wieder ein bißchen Mut gefaßt.

ICH HABE ALLES WIEDER AUSEINANDER GETRENNT!! :-)) JAWOLL.

Alles zurück auf (fast) Null. Und es ist mir gelungen, NICHT (bis auf eine Stelle, aber das ist raparabel) in die Steppereien zu schneiden! *freu*

Nun also der Reihe nach:
Zuerst alle Teile wieder auseinander getrennt, alles schön gebügelt, damit die Nahtzugaben wieder  flach lagen. Als nächstes habe ich mir Teil für Teil alle das Oberteil betreffenden  Papierschnitte (über den Rock reden wir hoffentlich später) hergenommen und die nächstkleinere Größe zugeschnitten (wo das noch möglich war). Nun habe ich das auf die Stoffteile übertragen. Dank der beidseitigen Nahtzugabe von 1,5 cm war Spielraum im wahrsten Sinne des Wortes.

An den Taillenteilen habe ich das genauso gemacht, nur dort habe ich die Weite rausgelassen, denn es war ja zu eng. Insgesamt ist die Taille nun reichlich 2 cm weiter plus nochmal ca. 1,5 cm wenn ich den Reißverschluß knapper einnähe. Das ist ungefähr eine Größe größer (eine Größe = 4 cm, darüber schreibe ich nochmal in einem anderen Post).

...und auch alles wieder zusammengenäht !

Die Zusammenfassung kurz in Bildern:
Ich bin überhaupt nicht zufrieden und weiß auch nicht so recht, ob es sich nun lohnt, die Rückenteile, die das Problem meiner Meinung nach sind, nochmals zu trennen und zu verkleinern. Ich weiß es nicht.



 

Die weißen Lienien haben nichts zu bedeuten, ich habe die Nahtzugaben mit Heftgarn festgeheftet, damit es nicht so ausbeult.

Zum Vergleich nochmal die Fotos im Kleinformat im Vergleich zum letzten Post zum 3. Treffen beim diesjährigen WKSA.:



Ein bissel besser ist es schon. Aber gut ist wahrlich etwas anderes....

Die Ärmel sehen so eckig aus, weil ich sie von innen etwas schmaler geheftet habe. An dieser Stelle einen lieben Gruß an Martina. Die Ärmel haben es wirklich in sich, aber das würde ich bestimmt mit viel Liebe und Geduld hinbekommen.
Ein bißchen stolz bin ich auf die Innenverarbeitung. Sämtliche dicke Nahtzugaben habe ich kurzerhand festgenäht . Perfekt und gnaz flach liegend. Als hätte es ein Profi gemacht *lach*...aber was nutzt mir das??

Achja, diese häßliche Stelle mit dem Knötchen in der Naht.... ich habs erst gesehen, als ich das Foto gemacht habe...ich werds ändern, falls ich das Kleid jemals fertig bekomme.



Mein Fazit zu diesem Schnitt bisher:

Bei allem Respekt vor Vogue, mit diesem Schnitt stimmt irgend etwas nicht....
Sehen wir nochmal kurz hier bei Ruth das Kleid an: Auch bei ihr stehen die abgesteppten oberen Vorderteile so seltsam ab.

Und auch bei diesem Kleid hier, welches ich bei patternreview fand, sehen die oberen Vorderteile nicht sehr vorteilhaft aus. Alles "wurschtelt".

"Sapere aude"....Wage es zu tun... einen dritten Versuch, das Ganze zu "verschlimmbessern". "Verschlimmbessern"...das sagt mein Mann immer , wenn er etwas kaputtrepariert hat.

Ich werde das Oberteil nun nochmal auseinandertrennen und wie beim folgenden Bild mit den rot markierten Stellen angedeutet, Weite herausnehmen. Und den Ausschnitt verkleinern!!!
Vielleicht sollte ich auch versuchen, am Rücken 2- 3 cm zu kürzen ?
Was meint ihr?


Wenn garnichts mehr geht, dann hefte ich diesen unsäglichen Ausschnitt zu und trink mir einen an....Bis zum Mund kann ich das Glas heben, ohne daß sich das ganze Machwerk verzieht.


Sodele, für heute schicke ich euch einen lieben Gruß zum 2. Advent aus meiner Küche.
Denn hierhin habe ich mich für meine Mal-eben-Zwischendurch-Näharbeiten mit meiner Nähmaschine verkrümelt, ganz nah an die Heizung. In meinem Nähzimmerchen unterm Dach ist es derzeit ziemlich ungemütlich, da wir dort nicht dauerhaft heizen. Wäre ja auch Quatsch, wenn da keiner ist.



Wie weit die anderen mit ihren Weihnachtskleidern sind, erfährt man hier.



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FJKA (Frühlingsjäckchen...) fertig ;-)


Schon seit Ostersonntag 2014 (da war das Finale)  fertig und noch immer nicht gezeigt: Mein diesjähriges Frühlingsjäckchen. Die Fotos habe ich auch seit Ostern auf dem PC....

Hier hatte ich  schon vom Fortgang der Strickerei berichtet, dann später ging garnichts mehr. Der angestrickte Kragen wurde lang und länger, im Vergleich mit dem Original war wenig Ähnlichkeit zu sehen. Trotzdem nicht schlecht, aber eben ganz anders als gewollt.
Schlußendlich habe ich einfach angestrickt und weitergestrickt, wo ich eben dachte, daß es passen könnte.
Herausgekommen ist das, was ihr hier heute seht. Jetzt wo ich die Bilder so sehe denke ich, daß es fast ein bißchen in Richtung Spencerjäckchen geht....naja, ein bißchen vielleicht....
Die Paßform des Jäckchens ist in Ordnnung was mich aber wirklich sehr stört, ist das Garn. Das fusselt. Ich weiß wieder, warum ich nur Merino vestricke. Eigentlich ;-)

Über den Sommer lag das Jäckchen dann im Schrank, so richtig konnten wir keine Freundschaft schließen.
Jetzt aber, am 03.Dezember, heute, wo der erste Schnee gefallen ist und  zu meiner neue Hose Voque 1417, ziehe ich sie gerne an. Obwohl sie immer noch fusselt wie eine Langhaarkatze...

Und nun gehe ich mal sehen, was es heute auf dem MMMblog Neues zu sehen gibt....



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Falten


Falten geben einem Kleidungsstück die gewünschte (Schritt-) Weite und sind zusätzlich ein schmückendes Element.
Falten müssen nach jeder Bewegung wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückfallen. 
Aus diesem Grund muß das Material entsprechen ausgerüstet sein. Je höher der Synthetikanteil des Stoffes, umso besser hält logischerweise die eingebügelte Falte.
Lediglich für ungebügelte Falten, die lediglich am oberen Rand eingelegt (nicht eingebügelt) werden, können wir Stoffe mit einem höheren Naturfaseranteil verwenden.

Ein ganz wichtiger Punkt ist außerdem, daß man die Falten erst einheftet und evtl. leicht anbügelt, bei der  Anprobe den Fall der Falten überprüft und erst dann die Falten endgültig einbügelt!


Falten verlaufen in der Regel im Fadenlauf.

Der Innenbruch einer Falte verläuft immer im Fadenlauf, der Außenbruch kann vom Fadenlauf abweichen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Faltenrock (rundum Falten).

Den von außen sichtbaren Teil von einem Faltenbruch bis zum nächsten Faltenbruch nennt man Faltenbreite.

Die Faltentiefe ist das innen liegende Teil bis zum inneren Faltenbruch.


Je nach Stoffverbrauch kann man Falten normal (einfach) legen, oder als Sparfalte oder als Falte mit übergreifender Faltentiefe.


Es gibt drei verschiedene Faltenarten:
einseitig gelegte Falten, die Kellerfalte und die Quetschfalte.

Keller- und Quetschfalten haben je zwei Innen- und Außenbrüche.



Hier wieder ein kleiner  "Ausflug" in eine andere, die "gute alte" Zeit. Na, ich weiß nicht, ob sie wirklich so gut war, selbst die Kleidung von damals möchte ich nicht tragen müssen...
Quelle: "Ich kann schneidern", Verlag Ullstein & Co, Berlin und Wien, 1908


Quelle: "Ich kann schneidern", Verlag Ullstein & Co, Berlin und Wien, 1908

Die Diorfalte , benannt nach dem großartigen Modeschöpfer, ist keine Falte im herkömmlichen Sinne, sondern eine Abart. Oft findet man diese bei Bleistiftröcken.
Hier endet die Naht in einem Schlitz, der recht breite Nahtzugaben hat. Diese Nahtzugaben  werden genauso angesäumt, wie man einen Saum annäht. Will man eine Diorfalte einarbeiten, dann muß der Rock ein Futter haben, denn ein Stückchen des Oberstoffs wird auf dem Futter aufgesetzt. Man sieht also durch den Schlitz auf den Futterrock und  dieses sichtbare Stück ist mit Oberstoff abgedeckt.



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Voque 1417, Donna Karan

 Quelle für Originalbilder: http://voguepatterns.mccall.com/v1417-products-48738.php?page_id=862 

Im Rahmen des Hosen-Herbstes bei  Meike  habe ich noch eine zweite Hose genäht.

Leider kann ich euch derzeit keine weiteren Bilder zeigen, schwarz wird bei diesem Tageslicht einfach nicht besser. Weitere Tragefotos zeige ich, sobald besseres Licht und ein Fotograf da sind.
Ich versichere euch, und wer mich kennt weiß inzwischen auch, daß ich auch schlecht passende Kleidung zeige, daß die Hose 1A sitzt. Vorn und hinten!
Das Geniale an diesem Schnitt ist, daß die Hose aus Ponte genäht wird, also diesem ganz festen und dickeren Jersey. Wunderbar. Wundebar in der Verarbeitung und auch beim Tragen.
Ich kann euch diesen Schnitt nur empfehlen, es ist wie eine Edel-Jerseyhose.
Im übrigen habe ich die ganze Hose auf der normalen Nähmaschine genäht, Innenverarbeitung mit Zickzack.
Alles paßte auf Anhieb. Meine einzige Änderung: Ich habe die Falten vorn ein Stückchen weiter  und von außen sichtbar zugesteppt . Nun ist es es bauchfreundlich.



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30.11.2014. WKSA Teil 3 und mein Voque 1381

 Ich bin in Stimmung,

JA , und in was für einer....

 erste Nähte sind gemacht!  / Endlich hab ich angefangen /

Hm, ...

 Probemodell sitzt,

wer näht denn ein Probemodell....ich leg gleich richtig los....

 ich kann den richtigen Stoff zuschneiden /

....siehe oben....

 Ich bin ein Streber und nähe jetzt mein zweites Weihnachtskleid /

..ei.n zweites Kleid gibts nur, wenn das hier tragbar wird...aber davon bin ich meilenweit entfernt...

 Plätzchenessen ist doch irgendwie auch Nähen, oder?

Frustfuttern ;-)..dann nehm ich zu und es paßt gleich garnicht mehr :-(

Heute gibt es einen Post mit Fotos.
Doch zuerst ein Rückblick auf das, was bisher geschah:

klick: Das erste Treffen: Dieses Kleid soll es werden.
klick: Das zweite Treffen: Ich habe mit dem Zuschnitt etc. begonnen.
klick: Zwischenstand: Ernüchterung macht sich bei mir breit...


Hätte ich im Vorfeld besser recherchiert, dann hätte ich vermutlich niemals dieses Modell in Erwägung gezogen. Da ich  nun aber einmal angefangen habe, werde ich mich auch durchkämpfen und versuchen, doch noch ein tragbares Etwas zu "zaubern".

Nun der Reihe nach.

Zuerst sah ich  dieses Kleid bei patternreview.com (hier klicken). Ihr müßt euch anmelden, um es ansehen zu können.

Nur ein einziges!! Seltsam, das hat noch keine genäht??
Oder haben die sich alle nicht getraut, das zu zeigen...????!!
Hm, damals dachte ich: "Das kann ich aber besser". Ein altes Sprichwort heißt nicht ohne Grund: "Hochmut kommt vor dem Fall".

Erst Anfang dieser Woche habe ich dann nochmal genauer gesucht und noch zwei Bloggerinnen gefunden, die ähnliche Probleme mit dem Kleid/ diesem Schnitt haben.
Zum einen dieses von sewellen, hier klicken, ähnlich schlecht wie das meine. Da kann man nichts beschönigen....
Und zum anderen dieses hier von corecouture, auch kein Mutmacher...aber schon besser....

Aber seht selbst:
Nachdem ich die ersten Teile zusammengesteppt hatte, sah es recht steif aus. Ein kurzes Foto in den Badspiegel zeigt den Zustand....Kampfsportkleidung....ich sags ja....
Und seht euch diesen Ausschnitt an...das ist noch übler als die Ausschnitte beim deutschen Schnittmusterhersteller...und ich sag euch, daß ich schon 4,0 cm weiter zugesteppt habe, als angegeben.




Das Zuviel an Rückenlänge  konnte ich gut reparieren. Ich habe ca. 1,5cm an der Quernaht weggenommen.
Die nun entstandenen "runde" Rückennaht kommt auch meinem Hohlkreuz entgegen.



Aber was ist das?????
Nachdem ich die Ärmel eingeheftet hatte, wurde es grauslig.
Die Ärmel sind zu eng.




Hier eine paar Bildchen, die mein Sohn unter Gelächter gemacht hat...
Arme hoch, Arme runter,zurechtzuppeln...nochmal....
Ich denk mir mal, daß das Model bei Voques auch ganz still gestanden hat.....und vor allem: Warum zeigen die  das Originalkleid nicht von hinten????????????? Viele Fragezeichen!!!!!!!!!!!!!


Was werde ich jetzt tun?
Zuerst noch ein paarmal darüber schlafen.
Falls ich es dann immer noch für gut befinde, dann werde ich die Ärmel abschneiden und mir einen neuen Schnitt für neue Ärmelmanschetten "basteln". Ich hoffe und wünsche mir, daß ich durch die kürzeren Ärmel mehr Bewegungsfreiheit bekomme und daß das Miederteil dann nicht bei jeder Bewegung nach oben rutscht.
Ob dies aber die Lösung des Problems ist, das weiß ich nicht.
Zusätzlich könnte ich je 1,0 cm an den Seitennähten des Miederteils herauslasse. Dann hätte ich 2,0 cm mehr Weite in der Taille. Aber bringt das was?
Ich könnte aber aucheinfach die Ärmel weiter machen, denn ich habe ja jeweils 1,5 cm Nahtzugabe. Das bedeutet, ich könnte auch in der Ärmelweite knapp 2 cm herausholen. Bringt das was? Dann habe ich zwar einen etwas weiteren und bequemeren Ärmel , ob dieser aber dann die benötigte Bewegungsfreiheit gibt...ich weiß es nicht.
Das ist nun also der Stand der Dinge.
Was meint ihr, was ich am besten tun sollte?



Noch ein paar Worte zu den Ärmeln.
Irgendwo im Netz las ich, daß es sich bei diesem Schnitt um Kimonoärmel handele.
Das ist falsch!

Das sind Raglanärmel. Ganz klassische Raglanärmel, wo die Naht bis zum Ausschnitt verläuft.

Dann gibt es noch Halbraglan.
Beim Halbraglan läuft die Naht bis zur Schulterlinie.

Ein Kimonoärmel ist angeschnitten. Wie ein Fledermausärmel.
Der Fledermausärmel ist weit , der Kimonoärmel eng. Damit man beim Kimonoärmel genügend Bewegungsfreiheit bekommt, setzt man einen Keil ein. Dieser Keil wiederum kann verschiedene Formen haben, viereckig, dreieckig....ganz nach Gusto. Vielleicht sollte ich mal einen Post über Ärmel schreiben....

Und ich sollte vielleicht  einen Keil einsetzen??.....Ne, war nur Spaß ;-))

Liebe Grüße!
Und euch allen eine schöne beginnende Weihnachtzeit!

Aus Zeitgründen stelle ich diesen Post schon ein paar Tag zeitiger ein...mir läuft die Zeit davon und vor allem brauche ich Hilfe und Rat. Wen soll ich denn sonst fragen, wenn nicht Euch??
Dieser Posr ist verlinkt zum MeMadeMittwoch-Blog-WKSA-Teil 3.


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WKSA Voque1381 Zwischenstand mit Frust

Alles Murks.
Gerade eben habe ich euch das "Elend" des " Designerteils" fotografiert und was passiert? Das Tablet laedt die Bilder nicht hoch und hängt sich auf. Also werde ich euch beschreiben wie der Stand der Dinge ist...und ausserdem,  warum gibt es auf einem Tablet kein ae oe und ue ?? Da fehlen doch Buchstaben? Ist das bei euch auch so?

Ich schaeme mich. Warum?
Unser Auto ist kaputt. Es steht eine teure Reparatur an, mehrere hundert Euro. Mein Mann fährt in die Werkstatt.  Und ich? Ich freue mich für einen Moment darüber,  daß ich alleine zu Hause bin und Zeit zum Naehen haben werde. Das ist doch krank......Nähmanie....

Ich habe also bereits heute am Montag Zeit gehabt, um zu meine 116 Einzelteile  (in Worten einhundertundsechzehn) zusammenzufügen.  Ja, es sind wirklich so viele Teile, wenn man Oberstoff, Futter, Wattierung und Vlieseline zusammenzählt.
Die Ziernaehte habe ich mit Stichlaenge 6,0 mit der Maschine gesteppt. Eine nicht enden wollende Fleißarbeit.  3,5 Rollen Knopflochgarn habe ich dafür benötigt. Im Vorfeld hatte ich nicht beachtet, dass auf jeder Rolle Knopflochgarn lediglich 30 Meter drauf sind. Das ist hier nicht viel.  Knopflochgarn für den Oberfaden, normaler Zwirn für das Spulchen.

Bislang habe ich die Oberteile zusammengefasst.  Es fühlt sich an, wie eine schwarz gefärbte Kampfsportjacke. Hattet ihr so eine Teil schon mal in der Hand? Eine ziemlich feste , fast steife Angelegenheit. Eher nichts für ein Kleid. Und wenn schon für ein Kleid, dann muss es 1A sitzen. Und genau das wird wohl mein Problem werden: Der nicht wattierte Teil des Kleides beult unsäglich aus. Und das, obwohl ich wirklich exakt im Zuschnitt war. Ich schwöre! So ein Mist. Ein weiteres Problem sind die dicken Nahtzugaben.  Es "wurschtelt". Schneide ich aber die Zugaben mehr zurück,  jetzt sind es 1,5 cm, dann bekomme ich das gleich garnicht mehr flach gebügelt.
Ach, ich habs satt.
Und bei euch?
Habt ihr auch Probleme? Ich bin noch garnicht dazu gekommen, mich durch die Blogs zu klicken...