"Näh doch lieber Klasse, als Masse" & "Gut gebügelt ist halb genäht"

24. April 2018

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...das ist alles nur gesteckt....mein Weihnachtskleid 2017. Ein Anfang ist gemacht.

Die Idee für dieses Kleid kam mir beim Weihnachtskleid sew-along Ende 2017.

Das ist also heute, April 2018, der Stand der Dinge:

Mit meinem gewählten Stoff könnte das fertige Kleid so wirken wie auf dem folgenden Foto gezeigt. Ich bin mir garnicht mehr so sicher , ob mir das gefällt.

Tragen wollte ich das Kleid zu einem sehr festlichen Anlaß.
Nochmal zur Erinnerung: das war die Inspiration von Dolce und Gabbana:


Ich fing mit dem Kragen im November vorigen Jahres an.
Vom ausgesuchten Schnitt  kopierte ich mir eine Vorlage für den Kragen heraus.


Als nächstes übertrug ich diese selbsterstellte Schnittvorlage für den Kragen auf Ultra Solvy. Ultra Solvy ist eine außergewöhnlich dicke und feste Folie, die man z.B. benutzt um mit der Stickmaschine auf Frottee zu sticken. Das Stickgarn versinkt während des Stickens nicht im Flor, man erhält ein sauberes Stickbild und wäscht Ultra Solvy am Ende mit Wasser einfach aus.
So dachte ich mir also, daß ich mit einer Metallicnadel und Metallicstickgarn das auf die Folie aufgezeichnete Motiv für den Kragen einfach freihand mit der Maschine nachsticke....
gedacht...getan....



...dabei immer schön laaaangssam nähen, kleine Stiche machen....und Geduld aufbringen....




Anfangs wirkt meine Näh-Stickerei noch ganz gut.
Also habe ich immer weiter gemacht.Jede Tag ein Stückchen. Viele Stunden.

Je mehr ich auf der Folie herumnähte, desto mehr verzog sie sich zu einem unhandlichen Stück, bei dem ich nicht mehr abschätzen konnte, wie die Kragenform am Ende aussehen wird.


Experiment abgebrochen.
Den Kragen muß ich auf eine andere Art und Weise herstellen.

Mir fiel ein, daß ich von meiner "Gucci"-Strickjacke noch Metallicgarn übrig hatte.

Neuer Versuch: Häkeln!
Als Vorlage diente die Folie mit der mißglückten Stickerei.
Ich häkelte freihand und immer "auf Sicht". Deshalb ist der Kragen auch nicht symmetrisch.





Nun sieht es ganz gut aus. Bin zufrieden.
Für die großen Straßsteine kaufte ich mir zwei preiswerte Armbänder in einem Geschäft für Billigware.


Auf die Puppe gesteckt....paßt!



An mehreren Fernsehabenden nähte ich sorgsam die Perlen auf.

Das nächste Problem war nun, daß der Kragen unförmig war, ohne jede Stabilität und nach nichts aussah. So konnte ich das auf keinen Fall lassen.
Einige Zeit habe ich gegrübelt, wie ich die Sache angehe und spontan kam die Idee: Sprühstärke!

Meine Puppe verpackte ich sorgfältig mit Geschirrtüchern.
Dann steckte ich den Kragen auf, brachte ihn in Form und sprühte was die Flasche hergab. Der Kragen sah nicht golden, sondern weiß geschäumt aus.
Die Perlen mußte ich sorgsam wieder freiputzen....




Bis hierher ist das Experiment geglückt.
Der Kragen auf der Puppe unter einer Haube aus Sprühstärke trocknete mehrere Tage vor sich hin.
Aber nun hat alles Form und ist so richtig schwer. Fast wie ein echtes Collier.

Zur Fertigstellung muß ich noch die schwarze Samtschleife nähen und mir einen guten Verschluß überlegen.
Aber das sollte nun keine Herausforderung mehr sein!

verlinkt zu Creadienstag #328

23. April 2018

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Fashionstyle 3/2018, Modell 11, Kleid Klaartje

Manchmal sehe ich Modelle die mir sehr gut gefallen , aber wo ich schon ahne, daß mir das eventuell nicht stehen könnte...so auch bei diesem Kleid.
Auf den ersten Blick sieht es ganz nett aus. 
Auf den zweiten Blick ist es für mich um die Hüfte zu voluminös. Zudem ist der Stoff suboptimal: Baumwollsatin. Der hat ordentlich Stand und das macht nun mal keinen schlanken Fuß.

Bei diesem Modell sind Nahttaschen auf beiden Seiten vorgesehen. Ich habe nur eine Tasche genäht, da ich auf der anderen Seite Schwierigkeiten hatte, den nahtverdeckten Reißverschluß unterzubringen.


Mein Stoff ist ein Baumwollsatin, den ich bei einem Händler vor Ort gekauft habe.
Es waren zwei Coupons am Stück, die ich zerschnitt und musterseitig neu geordnet vor dem Zuschnitt wieder zusammengenähte.

Fazit:
Ein leicht zu nähendes Kleid.
Falls ich es nochmal nähe, was ich in diesem Fall  nicht ausschließen möchte, dann sollte ich besser einen leichter fallenden Stoff verwenden.

Anmerkung: Schnitte aus der Fashionstyle sind für eine Körpergröße von 1,72,m konzipiert.
Bei meiner Körpergröße von 1,68 m muß ich entsprechend kürzen. In meinem Fall waren das 4 cm im Oberteil, da ich sowieso einen "kurzen Rücken" habe.
Die Kürzung habe ich oberhalb der Abnäherspitze und unterhalb des Ärmelansatzes gemacht. Hat gerade so gepaßt.

Stoffverbrauch: 2 Coupons a' 2 Meter, ein Rest ist übrig.
Für die Stoffdiät  genehmige ich mir 3 Meter.


Nachtrag:
Nachdem der erste Kommentar zu diesem Post zu lesen war , mußte ich doch über mich selbst schmunzeln.
Warum um Himmels Willen habe ich denn auf dem Foto diese schwarzen Pumps an, wo ich doch pinkfarbene im Schrank habe....
Jaja, dies ist eben ein NÄHblog und kein Modeblog.
So einfach ist das ;-)